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Kinderrechtefest 2021

Mut tut gut!

Liberto Preis Natur (Quelle:Melcher / Land ) .

 

15 Monate liegen seit Beginn der Corona-Pandemie mittlerweile hinter uns. Gerade für Kinder und Jugendliche war dies eine besonders schwierige Zeit. Unter dem Motto #muttutgut konnten beim Liberto 2021 Projekte und Initiativen eingereicht werden, die Kindern und Jugendlichen positive Impulse vermitteln und ihnen Mut machen.

 

Qual der Wahl für unabhängige Jury

Auch heuer wurde die Jury wieder aus erwachsenen Expert*innen und Kindern und Jugendlichen zusammengestellt. HRin Mag.a Theresia Schlöglmann, Leiterin der Abteilung Kinder- und Jugendhilfe des Landes, HRin Dr.in Mag.a Barbara Spöck, Bezirkshauptfrau Steyr-Land, Mag. Bernhard Diwald, Leiter des Mobbing- und Gewaltpräventionsteams der KiJA , Charlotte Stütz, Schulsprecherin der Handelsakademie Perg und BMHS-Landesschülervertreterin, Jasper Finn Mehringer, Schüler der Europaschule Linz, und Michael Wirtl, Lehrling beim Land , hatten die schwierige Aufgabe aus der Vielzahl an Einreichungen die Gewinnerprojekte auszuwählen. Wichtige Kriterien waren unter anderem die Einbindung von Kindern und Jugendlichen, die Nachhaltigkeit des Angebots und die kreative Umsetzung.

 

Die Liberto-Preisträgerprojekte 2021

Besonders hervorzuheben ist, dass bei einer Vielzahl von Einreichungen Kinder und Jugendliche aktiv beteiligt waren. Das spiegelt sich auch in der Auswahl der Siegerprojekte, die jeweils mit 1.500,- € belohnt wurden, wieder: Drei Hauptpreise wurden in der Kategorie „Schulen und Horte“ vergeben, und auch in einem der beiden Siegerprojekte aus der Kategorie „Institutionen“ waren Kinder und Jugendliche eingebunden. Die mit 500,- € dotierten Anerkennungspreise gingen an einen Hort und eine 13-jährige Schülerin, die ihr Projekt als Einzelperson eingereicht hatte.

 

 

Kategorie Schulen & Horte

Volksschule Heiligenberg, Bezirk Grieskirchen mit LRin Gerstrofer und Kinder- und  Jugendanwältin Winkler-Kirchberger (Quelle:Stinglmayr / Land ) .

VS Heiligenberg – „Miip – Ein kleiner Alien rettet die Welt“

Bezirk: Grieskirchen

 

Im Rahmen des Deutschunterrichts verfassten die Schüler*innen der 4. Klasse eine Geschichte über einen kleinen Außerirdischen und seinen Beitrag zum Ende der Corona-Krise: In Zusammenarbeit mit „irdischen“ Wissenschaftler*innen entsteht ein Heilmittel gegen die Krankheit. Mit selbst gemalten Illustrationen entstand daraus ein kleines Buch zur aktuellen Situation, das den Leser*innen Mut machen soll. Die Kernaussage ist, dass alle als Gemeinschaft zusammenhalten müssen und dass jeder einzelne wichtig ist – dann können auch die schwierigsten Situationen gemeistert werden.

Kinderhort Vogelweide, Bezirk Wels mit LRin Gerstrofer und Kinder- und Jugendanwältin  Winkler-Kirchberger (Quelle:Stinglmayr / Land ) .

Kinderhort Vogelweide – „er-MUTIG-en“

Bezirk: Wels

 

In drei Gruppen des Kinderhorts Vogelweide haben sich Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren in unterschiedlichen Projektarbeiten mit dem Thema Mut befasst. In der Gruppe 1 sammelten die Kinder unter dem Motto „Mir geht's nicht gut – das macht mir wieder Mut“ aufbauende Botschaften und viele Ideen, wie man sich zuhause beschäftigen kann. Daraus wurden Mutmach-Pakete geschnürt und an Kinder versendet, die wegen einer Corona-Quarantäne längere Zeit zuhause bleiben mussten. Eine Schachtel voll mit „Kraftkuscheltieren“ unterstützte die Gruppe 4 bei ihrem Projekt „Heute bin ich mutig“. Aus der Perspektive der Stofftiere konnten die Kinder über ihre Erlebnisse berichten. Bedrückende Erfahrungen wurden gemeinsam in Mutgeschichten umgewandelt, indem die anderen Kinder Lösungsvorschläge für die jeweilige Situation suchten. In der Gruppe 5 reflektierten die Kinder unter dem Titel „Mutig wie ein Löwe“ die eigenen Emotionen. Namensgeber für das Projekt war das Gruppenmaskottchen Leo Löwe. Auch eine Gefühlsuhr kam zum Einsatz, und außerdem wurde das Neinsagen und Hilfeholen geübt.

Technische Mittelschule Bad Leonfelden, Bezirk Urfahr Umgebung mit LRin Gerstrofer und  Kinder- und Jugendanwältin Winkler-Kirchberger (Quelle:Stinglmayr / Land ) .

TNMS Bad Leonfelden – „Worte und Bilder, die Mut machen“

Bezirk: Urfahr-Umgebung

 

Das Projekt sollte in der herausfordernden Zeit der Corona-Pandemie den Kindern vermitteln, dass es sich lohnt, mutig zu sein – aber auch, dass es völlig normal ist, Angst zu haben. Im Rahmen des Unterrichts setzten sich die Schüler*innen im Alter von 10 bis 14 Jahren mit Geschichten und Portraits mutiger Menschen auseinander. Diese Inspiration floss schließlich in Form von abstrakten Selbstportraits in „Bilder, die Mut machen“ ein. Diese Bilder wurden im Schulhaus ausgestellt. Für die „Worte, die Mut machen“ entwarfen die Schüler*innen Layouts für „Mutmachkarten“, die vervielfältigt und morgens vor Schulbeginn verteilt wurden. Jede*r durfte sich eine Karte aussuchen und bekam den Auftrag, ein paar nette, mutmachende Zeilen zu verfassen und die Karte zu verschenken bzw. zu verschicken. So sollten die Schüler*innen die Möglichkeit haben, sich auch in Zeiten des Abstands nahe zu sein.

Kategorie Institutionen

Jugendrotkreuz Schwertberg, Bezirk Perg mit LRin Gerstrofer und Kinder- und  Jugendanwältin Winkler-Kirchberger (Quelle:Stinglmayr / Land ) .

Jugendrotkreuz Schwertberg – „Helping Hands / Menschlichkeithochdrei“

Bezirk: Perg

 

Groß war die Freude bei den Kindern und Jugendlichen zwischen 8 und 15 Jahren und den Betreuer*innen, als nach dem Lockdown die Gruppenstunden beim Jugendrotkreuz Schwertberg wieder stattfinden konnten. Aus dieser positiven Energie entstand der Wunsch nach einer gemeinsamen Aktivität, bei der anderen Menschen geholfen wird. In Kooperation mit dem Asylquartier des Roten Kreuzes in Naarn entstand in der Folge das Projekt Menschlichkeithochdrei, das auf drei Säulen basiert:

1. „Herzenswünsche erfüllen“: Jede*r Bewohner*in des Asylquartiers darf sich etwas wünschen, das ihr*ihm den Alltag erleichtert. Die Kinder und Jugendlichen haben keine Mühen gescheut, diese Gebrauchsgegenstände („coole“ Schuhe, Sportkleidung, Reisetaschen...) zu beschaffen.

2. „Sicherheit und Freiraum schaffen“: Um den Bewohner*innen des Asylquartiers mehr Mobilität zu ermöglichen, werden gemeinsam mit den Jugendrotkreuz-Kindern gebrauchte Fahrräder wieder straßentauglich gemacht.

3. „Kultur verstehen – Integration leben“: Durch das gemeinsame Arbeiten entsteht ein kultureller Austausch und man lernt voneinander (z.B. Sprache). Nur wenn man eine Kultur versteht, kann man Integration leben.

PROGES, Linz – OÖ weit mit LRin Gerstrofer und Kinder- und Jugendanwältin Winkler- Kirchberger (Quelle:Stinglmayr / Land ) .

PROGES – Wir schaffen Gesundheit – „Junge Menschen im Fokus“

Oberösterreichweit

 

Unter dem Titel „Junge Menschen im Fokus“ wurde ein Bündel an maßgeschneiderten Angeboten entwickelt, um die individuelle psychische Gesundheit junger Menschen in Oberösterreich zu stärken. Die Jugendlichen sollen möglichst direkt erreicht werden, um ihre Ängste, Sorgen oder Unsicherheiten, die sich aufgrund der Corona-Pandemie in ihren Lebenswelten auftun, ansprechen und in einem sicheren Rahmen gemeinsam reflektieren zu können. Die Jugendlichen lernen konkrete und praktische Alltagshilfen für einen gesunden und positiven Umgang mit der Corona-Krise kennen und erhalten altersgerechte Inputs, um Krisensituationen und Belastungen gut und gesundheitsförderlich meistern zu können. Workshops für Schulen, Horte und außerschulische Jugendgruppen gehören ebenso zum Angebot wie Gruppen-Psychotherapie und Clearing-Gespräche für einen leichteren Zugang zu kostenloser Psychotherapie. Ergänzend gibt es auch Angebote und konkrete Hilfestellungen für die Bezugspersonen der Jugendlichen.

Anerkennungspreise

Anerkennungspreis Sonderhort des Institutes Hartheim, Bezirk Eferding mit LRin Gerstrofer  und Kinder- und Jugendanwältin Winkler-Kirchberger (Quelle:Stinglmayr / Land ) .

Sonderhort des Institutes Hartheim – „Mein Körper – meine Rechte“

Bezirk: Eferding

 

Kinder mit Beeinträchtigung sind im Alltag auf Unterstützung und Hilfe angewiesen, wobei ihre persönliche Intimsphäre häufig nicht gewahrt werden kann. Sie haben daher oft Schwierigkeiten mit dem Nähe-Distanz-Verhalten, wodurch sie noch mehr als andere Kinder gefährdet sind, Übergriffe zu erleben. Mit dem Projekt „Mein Körper – meine Rechte“ sollen die Kinder des Sonderhorts Hartheim (im Alter zwischen 6 und 15 Jahren) den eigenen Körper kennen und benennen lernen. Außerdem erfahren sie, wie sie (nonverbale) Stoppsignale senden können und werden ermutigt, auch zu Erwachsenen „Nein“ zu sagen, um ihre individuellen Grenzen zu wahren. Abgestimmt auf das Alter werden u.a. Wahrnehmungsübungen, kreative Arbeiten und spezifische Materialien wie ein „Wahrnehmungstuch“ eingesetzt. Die Teilnahme an allen Aktivitäten ist freiwillig, und die Kinder und Jugendlichen können selbst entscheiden, welche Angebote sie annehmen.

Soelradl (Quelle:Stinglmayr / Land ) .

Viktoria Söllradl – „Sei mutig und stark!“

Bezirk: Kirchdorf

 

Inspiriert durch das Motto des Liberto 2021 #mut tut gut hat die 13jährige Schülerin Viktoria Söllradl ein umfangreiches Heft mit vielen Tipps für gute Laune gestaltet. Auf knapp 50 Seiten finden sich lustige Sprüche, Anregungen und Übungen, die Optimismus und Mut vermitteln.  So will sie Kinder und Jugendliche ermutigen, einfach glücklich zu sein. Das Heft ist handgeschrieben und kreativ gestaltet.

Fotogalerie

Redoutensaal Liberto 2021 (Quelle: Melcher / Land ) . Jury Liberto 2021 #muttutgut, v.l.n.r: Bezirkshauptfrau HRin Dr.in Mag.a Barbara Spöck (Steyr-Land), Mag.a Christine Winkler-Kirchberger (Kinder- und Jugendanwältin OÖ), Jasper Finn Mehringer (Schüler, Europaschule Linz), HRin Mag.a Theresia Schlöglmann (Abteilungsleiterin Kinder- und Jugendhilfe des Landes OÖ), Mag. Bernhard Diwald (Leiter des Mobbing- und Gewaltpräventionsteams, KiJA OÖ), Charlotte Stütz (HAK Perg, Schulsprecherin, BMHS-Landesschülervertreterin), Michael Wirtl (Lehrling beim Land OÖ) (Quelle: Schaffner / Land ) .

 

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