Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kinderrechte-Netzwerk Partnerinnen und Partner,

Zigaretten ab 18 Jahren, Rauchverbot an Schulen, häuslicher Unterricht, die Diskussion rund um einen einheitlichen Jugendschutz..., dies sind nur einige der kinderrechtlichen Themen im neuen Schuljahr. Zum Nachlesen gibt es die intensiven Bemühungen der österreichischen Kinder- und Jugendanwältinnen und -anwälte für jugendliche Asylwerber, etwa um einen Aufenthaltstitel für Lehrlinge. Mit aktuellen Informationen zu unseren Präventionsangeboten und zu interessanten Veranstaltungen wünschen wir einen erfolgreichen Start in die Herbstmonate!

Das Team der Kinder- und Jugendanwaltschaft

Übersicht

 

School Checker“ - die aktualisierte App zum Schulrecht

Sujet der kija App: School Checker

(Quelle: Cygnet)

Dieses Schuljahr bringt viele Neuerungen: Vom gänzlichen Rauchverbot an Schulen über Geldstrafen fürs Schulschwänzen bis hin zum endgültigen Aus für Hauptschulen und Leistungsgruppen. Rechtzeitig zu Schulbeginn wurde daher die beliebte, kostenlose App der Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs „School-Checker“ auf den neuesten Stand gebracht. Die Inhalte sind einfach und verständlich formuliert. Ein Inhaltsverzeichnis von A-Z ermöglicht das schnelle Finden von gesuchten Themen.

Downloaden.

 

Kinder- und Jugendrechte in Schulen und Kindergärten

Jugendliche sitzen in der Schule im Sesselkreis

(Quelle: Nadja Meister/KiJA )

Auch in diesem Schuljahr ist die KiJA wieder mit zahlreichen Präventionsangeboten in ganz Oberösterreich im Einsatz: der Workshop „Meine Rechte – Deine Rechte“ ist für die ersten fünf Schulstufen geeignet, ab der 6. Schulstufe wird im Workshop "Strong 4Life" über Jugendrechte informiert. Das KiJA Mobbing- und Gewaltpräventionsteam arbeitet mit Schüler/innen aller Schulstufen zu Konfliktlösung und einem respektvollen Miteinander. Mit einem spielerischen Zugang werden mit unserem Projekt „Kinderrechte im Kindergarten“ die Jüngsten erreicht.

KiJA Präventionsstelle .
NEU: Folder Denkanstöße für ElementarpädagogInnen .

 

Arbeitsgespräch mit BMin Dr.in Bogner-Strauß

Arbeitsgespräch bei Bundesministerin Mag. Dr. Juliane Bogner-Strauß

(Quelle: Parlamentsdirektion)

Im August trafen sich die Kinder- und Jugendanwaltschaften der Bundesländer, vertreten durch die Kinder- und Jugendanwältinnen der KIJAS Steiermark und Oberösterreich, und die Familien- und Jugendministerin zu einem konstruktiven Arbeitsgespräch in Graz. Dabei ging es unter anderem um gesetzliche Vorhaben und praktische Entwicklungen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, um einen wirkungsvollen und einheitlichen Jugendschutz in Österreich sowie um die Medienkompetenz junger Menschen.

 

Jugendschutzgesetz : Appell für einheitliche Regelungen

Jugendliche

(Quelle: Nadja Meister/KiJA )

Ab 1.1.2019 sollen in ganz Österreich einheitliche Jugendschutzbestimmungen gelten. Als wichtigste Maßnahme wird Rauchen erst ab 18 Jahren erlaubt sein, auch die Abgabe von alkoholischen Getränken und die Ausgehzeiten sollen angeglichen werden. Alleinig in Oberösterreich soll der Rahmen der Ausgehzeiten für die unter 14-Jährigen sowie die 14- bis 16-Jährigen um jeweils eine Stunde enger bleiben. Damit würden die jungen Oberösterreicher/innen gegenüber allen anderen österreichischen Jugendlichen benachteiligt werden, so die KiJA in ihrer Stellungnahme zum Begutachtungsentwurf.

zur Presseinformation.
zum Positionspapier der KIJAS Österreich.

 

Lehrlingsschutz in der Gastronomie?

Rauchen

(Quelle: Stinglmayr/Land )

Eine kürzlich in Kraft getretene Verordnung sieht vor, dass die Beschäftigung Jugendlicher in Raucherräumen von Gastronomiebetrieben auf eine Stunde pro Arbeitstag begrenzt werden soll. Im Sinne des NichtraucherInnenschutzes für die Heranwachsenden lehnen die österreichischen KIJAS diese klar ab. Jede Stunde in verrauchten Räumen ist eine zu viel. Da aber auch die Kontrolle der Einhaltung der einen "Toleranzstunde" völlig unklar bleibt, ist darüber hinaus zu befürchten, dass in der Praxis aus einer Stunde bald zwei, drei oder mehr Stunden werden. Die KIJAS haben ausführlich zum Verordnungsentwurf Stellung bezogen, bedauerlicherweise wurde auf die Bedenken nicht eingegangen.

Stellungnahme der österreichischen KIJAS.

 

KIJAS kritisieren Ende der Lehre für AsylwerberInnen

Facharbeiter beim Maßnehmen einer Platte

(Quelle: Denise Stinglmayr/Land )

Die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs haben sich 2012 erfolgreich dafür eingesetzt, dass auch Asylwerber/innen die Möglichkeit bekommen, zumindest in Mangelberufen eine Lehre zu absolvieren und sprechen sich entschieden gegen die Abschaffung der Lehre für junge Flüchtlinge aus.

zur Presseaussendung.

 

Positionspapier zum häuslichen Unterricht

Mädchen liest ein Buch

(Quelle: Denise Stinglmayr/Land )

In den letzten fünf Jahren ist die Zahl der Kinder, die zu Hause unterrichtet werden, um 22 Prozent auf 2.320 Kinder angewachsen. Anders als in Deutschland gibt es in Österreich nämlich keine Schulpflicht, sondern nur eine Unterrichtspflicht. Ein Kind zum Homeschooling anzumelden ist vom Verwaltungsaufwand her verhältnismäßig einfach. Zwar wird der Lernerfolg der Kinder durch Externistenprüfungen überprüft, unberücksichtigt bleiben aber mögliche Defizite in der sozialen und emotionalen Entwicklung. Die KIJAS zeigen den Veränderungsbedarf auf.

zum Positionspapier.
zur Presseinformation.

 

NEU: Workshop „Mein Körper gehört mir“

Kinderrechte-Postkarte

(Quelle: Wiseman/KiJA )

Kinder und Jugendliche erleben in (Sport-)Vereinen Gemeinschaft, Freude und Begeisterung. Vertrauensverhältnisse werden aufgebaut, Sportler/innen und Trainer/innen verbringen viel Zeit miteinander. Doch leider kann es auch am Sportplatz zu sexualisierter Gewalt kommen. Um hier zu sensibilisieren, aufzuklären und präventive Anregungen zu geben, veranstaltet die KiJA seit dem Frühjahr 2018 in Kooperation mit dem oberösterreichischen Fußballverband und der oberösterreichischen Gebietskrankenkasse Workshops für Fußballtrainer/innen und Funktionär/innen.

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Online-Diskussion zur Kinder- und Jugendhilfe

Bundesratspräsidentin Inge Posch-Gruska mit den Kinder- und Jugendanwält/innen aus Sbg.,OÖ und Bgld.

(Quelle: Thomas Jantzen/Parlamentsdirektion)

Fünf Jahre nach Inkrafttreten des Bundes-Kinder- und Jugendhilfegesetzes 2013 bringt der Bundesrat die Diskussion über erforderliche Verbesserungen ins Parlament. Aufgrund der Pläne, die Gesetzgebung der Kinder- und Jugendhilfe auf Landesebene zu verlagern, erhält das Thema eine besondere Aktualität. Mit einer Kick-off-Veranstaltung startete im Sommer ein offener Diskussionsprozess. Ab sofort können Interessierte ihr Wissen direkt in die parlamentarische Arbeit einbringen. Die Ergebnisse sollen in einer parlamentarischen Enquete behandelt werden. Foto: Bundesratspräsidentin Inge Posch-Gruska mit den Kinder- und Jugendanwält/innen aus Sbg.,OÖ und Bgld.

zur Online-Diskussion.

 

Langer Tag der Flucht am 28.09.2018

Am 28.09.2018 finden in ganz Österreich Veranstaltungen zum Thema Asyl und Flucht statt. Die KiJA informiert zu Kinderrechten bei den „Fluchtpunkten“ im Linzer Volksgarten.

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Veranstaltung „Recht auf Würde“ am 18.10.2018

Veranstaltung

(Quelle: Solwodi)

Am Europäischen Tag gegen Menschenhandel findet um 19 Uhr in Linz die Veranstaltung „Recht auf Würde?“ statt. Als kooperativer Projektpartner unterstützt die KiJA die Veranstaltung der Internationalen Menschenrechts- und Hilfsorganisation Solwodi.

Mehr Information  KB).

 

2. Menschenrechtssymposium von 8.-11.11.2018

Sujet des 2. Internationalen Menschenrechtesymposiums der Bewusstseinsregion Mauthausen/St. Georgen/Gusen

(Quelle: Werbeagentur Online)

Beim 2. Internationalen Menschenrechtssymposium von 8.-11. November 2018 in der Bewusstseinsregion Mauthausen – Gusen – St. Georgen sind Kinder- und Jugendrechte großes Thema. Die KiJA wird Workshops abhalten und die Kinderrechte-Wanderausstellung zeigen. Die Kinder- und Jugendanwältin wird auch an einer Podiumsdiskussion teilnehmen.

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