Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kinderrechte-Netzwerk Partnerinnen und Partner,

das Schuljahr geht zu Ende und somit auch die KiJA Regional Tour 2017/2018. Wir blicken auf gefüllte Säle, lachende Kinderaugen und spannende Diskussionen mit Jugendlichen zurück. Aktuell beschäftigt uns ein Gesetzesentwurf, der die „Verländerung“ der Kinder- und Jugendhilfe vorsieht. Gemeinsam mit vielen Kinderschutzorganisationen warnen die Kijas vor den negativen Folgen dieses Vorhabens. Laufend informieren wir auch auf Facebook. Wir freuen uns über ein Gefällt mir: https://www.facebook.com/kija.ooe/ und wünschen eine tolle, erholsame Sommerzeit!

Das Team der Kinder- und Jugendanwaltschaft

Übersicht

 

Breites Bündnis gegen eine „Verländerung“ der Kinder- und Jugendhilfe

Die Kinder- und Jugendanwältinnen- und anwälte warnen davor, die einheitlichen Bundesvorgaben weitgehend zu streichen. Derzeit gibt das "Bundes- Kinder- und Jugendhilfegesetz" den Behörden und Jugendämtern in den Ländern einen Rahmen vor. So sieht es unter anderem das Vier-Augen-Prinzip zur Gefährdungsabklärung vor. In einem breiten Bündnis von Kinderschutzorganisationen und ExpertInnen aus den unterschiedlichsten Bereichen weisen die Kijas Österreichs auf die negativen Folgen der geplanten „Verländerung“ hin und setzten sich für die Weiterentwicklung eines modernen Kinderschutzes auf Basis österreichweit einheitlicher Standards ein. Auch oö. Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer spricht sich gegen die geplante Kompetenzänderung aus und weist darauf hin, dass dieses Gesetz die sensiblen Bereiche des Kinderschutzes regle und es nicht sein könne, dass es für Kinder in Österreich neun unterschiedliche Regelungen gebe.

PK der kijas und ihrer Bündnispartner/innen am 26.6.2018 ).
Landeskorrespondenz, Medieninfo vom vom 26.6.2018 29,35 KB).
Stellungnahme der Kinder- und Jungendanwaltschaften Österreichs.

 

Starke regionale Präsenz mit Theater und Workshops

Theaterstück

(Quelle: Sabrina Liedl/Land )

Im zu Ende gehenden Schuljahr waren bei den 48 Aufführungen der KiJA Regionaltour „Was heißt hier schon normal?“ rund 6.000 Kinder und Jugendliche sowie Lehrkräfte und Betreuer/innen mit Spannung und Interesse dabei. Weitere 5.500 Kinder und Jugendliche nahmen an Workshops zu Kinder- und Jugendrechten sowie zu Mobbing- und Gewaltprävention in Schulklassen oder an den Präventionstagen in Kindergärten teil. Wir bedanken uns bei allen Pädagoginnen und Pädagogen für die vertrauensvolle, kinderrechtliche Zusammenarbeit.

Presseinformation vom 21.06.2018  KB).
Filmbeitrag KiJA Tour 2018.

 

Workshop in Kooperation mit Talenteakademie

Jugendliche spielen bei einem Mobbing- und Gewaltpräventionsworkshop das Spiel

(Quelle: KiJA )

Im Juni wurde erstmals ein KiJA-Workshop in Kooperation mit der Talenteakademie durchgeführt. Unter dem Titel „Gemeinsam statt einsam – Was können wir gegen Respektlosigkeit, Ausgrenzung und Mobbing tun?“ haben sich hochbegabte Kinder und Jugendliche mit ihren Mobbingerfahrungen auseinandergesetzt. Die TeilnehmerInnen haben sich intensiv mit den Möglichkeiten beschäftigt, aktiv gegen Rücksichtslosigkeiten, Gewalt und Mobbing aufzutreten und Betroffene zu unterstützen.

Mobbing- und Gewaltpräventionsstelle .
Talenteakademie .

 

BH Steyr-Land: Wanderausstellung „Alles, was Recht ist“

Im Bild v.l.n.r.: Bezirkshauptfrau Mag.a Altreiter-Windsteiger, Landeshauptmann Mag. Stelzer, Kinder- und Jugendanwältin Mag.a Winkler-Kirchberger und DSA Maria Riegl, Leiterin der Kinder- und Jugendhilfe der BH Steyr-Land im Juni 2018

(Quelle: Kauder/Land )

Zum Jubiläum 150 Jahre Bezirkshauptmannschaften präsentierte Steyr-Land am Tag der offenen Tür seine vielfältigen Leistungen und Serviceangebote für die Bürgerinnen und Bürger. Dabei wurde auch Kinderrechten ein wichtiger Platz eingeräumt. Die KiJA Wanderausstellung „Alles, was Recht ist“ ist noch bis Anfang Juli im Bereich der Räume der Kinder- und Jugendhilfe ausgestellt. Im Bild v.l.n.r.: Bezirkshauptfrau Mag.a Altreiter-Windsteiger, Landeshauptmann Mag. Stelzer, Kinder- und Jugendanwältin Mag.a Winkler-Kirchberger und DSA Maria Riegl, Leiterin der Kinder- und Jugendhilfe der BH Steyr-Land.

Informationen zur Ausstellung .

 

„Dein Körper gehört dir!“ Neue Kinderrechte Zeitung

Cover der Kinderrechte Zeitung, Ausgabe 39/2018

(Quelle: Sarah Seidel/KiJA )

Dein Körper gehört dir! Und du hast das Recht, „Nein!“ zu sagen.
Das ist die wichtigste Botschaft die wir jungen Menschen mit der aktuellen Ausgabe vermitteln wollen. Leider wird es Kindern und Jugendlichen nicht immer leicht gemacht, ein gesundes Körperbewusstsein zu entwickeln und die Grenzen zu erkennen. Wenn Kinder oder Jugendliche von jemandem gegen ihren Willen berührt werden, haben sie oft nicht den Mut, sich zu wehren. Wie man sich am besten Hilfe holt und dass man seinen Gefühlen vertrauen darf – mehr darüber in dieser Ausgabe.

Kostenlose Bestellmöglichkeit und Download .

 

FEST.ENGAGIERT 2018 - Die Freiwilligenmesse

LR Gerstorfer mit Mag.a Waldl und Freudenthaler beim Fest für Ehrenamtliche 2018 in Linz

(Quelle: Denise Stinglmayr/Land )

Die KiJA war mit dem Patenschaftsprojekt MaMMUT bei der Freiwilligenmesse am Linzer Hauptplatz mit dabei und freute sich über den Besuch von Landesrätin Birgit Gerstorfer. Bei dieser Gelegenheit bedanken wir uns bei den ehrenamtlichen MaMMut-Patinnen und Paten für ihr Engagement in der Freiwilligenarbeit.

Infos MaMMut-Patenschaftsprojekt .

 

Mindestsicherung NEU trifft vor allem Kinder

leere Geldbörse

(Quelle: Land )

Die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs sprechen sich dezidiert gegen die geplanten Änderungen bei der bundeseinheitlichen Regelung der Mindestsicherung aus. Die beabsichtigten Kürzungen treffen vor allem Familien mit Kindern.

zur Stellungnahme.

 

NEU: Broschüre „Damit es UNS gut geht“

Cover der Broschüre

(Quelle: Nadja Meister/sub.communication design)

Die Kinderrechte in einfacher Sprache! Alle Kinder haben die gleichen Rechte - diese wichtige Botschaft wird durch die neue Broschüre "Damit es uns gut geht - was alle Menschen über Kinderrechte wissen sollten" der Kinder- und Jugendanwaltschaft weiter verbreitet. Ein gleichberechtigtes, gewaltfreies Zusammenleben in Familie und Gesellschaft muss uns ein gemeinsames Anliegen sein. Daher sollen auch Menschen, die noch nicht lange in Österreich leben, vermehrt über die Kinderrechte informiert werden.

Kostenlose Bestellmöglichkeit und Download .

 

Kinderrechtemusical am Weltflüchtlingstag

Landesrat Rudi Anschober mit Mag.a Winkler-Kirchberger und den SchauspielerInnen der Theatergruppe Traumfänger

(Quelle: Dedl/Land )

Am Weltflüchtlingstag wurde das Kinderrechte-Musical
„Kinder haben Rechte ... oder?“ der Theatergruppe Traumfänger für Flüchtlingsfamilien in Zusammenarbeit mit der Integrationsstelle im Linzer Schlossmuseum aufgeführt. Die Integrationsoffensive setzt im Jahr 2018 den Schwerpunkt auf Familie, Kinder und Kinderrechte. Klein und groß waren begeistert, hatten jede Menge Spaß und haben gleichzeitig vieles über Kinderrechte gehört.

Presseinfo vom Integrationslandesrat zum Weltflüchtlingstag  KB).

 

Studie „Was alle Kinder brauchen?"

Kleinkinder

(Quelle: Land )

In Zusammenarbeit mit der Uni Wien hat die Bundesjugendvertretung Kinder direkt gefragt, was sie brauchen, damit es ihnen gut geht. Die Kinder finden sowohl materielle Güter und Leistungen, die Geld erfordern, als auch immaterielle Ressourcen als wichtig für ihr Wohlbefinden: Neben Familie, FreundInnen und Freizeit sehen die befragten Mädchen und Buben eine gute Bildung, Ernährung, Kleidung, Wohnsituation und Gesundheit als unabdingbar für ein gutes Kinderleben. Dieser „Kinderwarenkorb“ zeigt deutlich die Notwendigkeit einer neuen Kinderkostenstudie.

Mehr zur Studie.

 

Broschüre zu Obsorge und Kinderrechten

Broschüre Obsorge und Kinderrechte

(Quelle: Bundesministerium )

Um die vielen Fragen zu den Themen Obsorge und Kinderrechte besser und leichter zu erklären, hat das Bundesministerium für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz unter Einbeziehung der Kinder- und Jugendanwaltschaften eine neue Informationsbroschüre erstellt.

zur Broschüre.

 

Doppelresidenz – eine Form der Familiengestaltung?

Mädchen steht zwischen den Eltern

(Quelle: Image 100 Ltd./KiJA )

Der Blickwinkel auf die Eltern-Kind-Beziehung hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr stark gewandelt. Im Familienrecht vollzog sich eine schrittweise Entwicklung, weg von der elterlichen Gewalt, hin zu einer Fokussierung auf das Kindeswohl, konkretisiert durch das KindNamRÄG 2013. Aus langjähriger Erfahrung der Kinder- und JugendanwältInnen und der Kinderbeistände kann angemerkt werden, dass die Doppelresidenz für manche Kinder unter gewissen Voraussetzungen die geeignete Form der Familiengestaltung nach Trennung darstellt, nicht jedoch für alle.

Positionspapier der kijas Österreich.