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Kinder- & Jugendanwaltschaft

Kärntnerstraße 10, 2041 Linz
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Grundlagen der Arbeit

Kinder mit Zeigefinger (Foto: KiJA OÖ/Nadja Meister)

Im Zentrum unserer Arbeit stehen die Interessen und Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen. Die "KiJA Mobbing- und Gewaltpräventionsstelle" bietet Konfliktmanagement und Mobbing- und Gewaltprävention schwerpunktmäßig an Schulen in ganz Oberösterreich. Zudem unterstützen wir betroffene Kinder und Jugendliche und deren Bezugspersonen durch Beratung und Psychotherapie.

Was ist dabei das Wichtigste?


Zuneigung zu Kindern und Jugendlichen und gegenseitiger Respekt

Mit Kindern und Jugendlichen kann unserer Überzeugung nach nur diejenige/derjenige erfolgreich arbeiten, die/der Kinder und Jugendliche mag. Diese Grundhaltung und die Beziehungskompetenz waren die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl unserer MitarbeiterInnen.


Ressourcenorientierung

Jeder Mensch ist einzigartig und besonders. Jeder Mensch hat vielfältige Begabungen und Talente. Wir orientieren uns in unserer Arbeit an diesen Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen. Wir fragen nach den "guten Gründen" für das - für uns manchmal so Unverständliche - Verhalten der SchülerInnen. Und wir respektieren die SchülerInnen und LehrerInnen - so wie sie sind.


Akzeptieren UND konfrontieren

Das heißt keineswegs, dass wir Gewalthandlungen, erniedrigende Verhaltensweisen und Beschimpfungen akzeptieren, entschuldigen oder dulden. Im Gegenteil: Respekt und Anerkennung sind nur möglich, wenn es ein gegenseitiges Geben und Nehmen gibt. Jede echte Beziehung und gegenseitiges Respektieren schließen Mobbing und Gewalt aus. Deshalb ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit zu akzeptieren UND zu konfrontieren. Wir versuchen, zwischen dem Menschen und seinen einzelnen Handlungen zu unterscheiden. Wir akzeptieren jeden Menschen in seinem Sein und können gerade deshalb einzelne seiner Handlungen ablehnen und ihn mit den Folgen dieser Handlungen für andere und für das Klassen- und Schulklima konfrontieren.


Den SchülerInnen dort begegnen, wo sie sind

Wir versuchen, die Kinder und Jugendlichen dort zu begegnen, wo sie sind. Was ist damit gemeint? Manche SchülerInnen kommen aus einer vollkommen anderen Lebenswelt in die Schule: Gewalterfahrungen, Streit, Vernachlässigung. Aus gewaltpräventiver Sicht hat es keinen Sinn, diesen SchülerInnen einen weltfremden Lehrplan aufzudrücken. So werden wir diese SchülerInnen nicht erreichen. Aber jede Schülerin und jeder Schüler ist wichtig.


Wir dulden keine Gewalt

Wir lehnen Mobbing und Gewalt in allen Formen ab. Wir dulden keine Entschuldigungen und Rechtfertigungen für Gewalt. Wir versuchen, die Opfer vor Gewalthandlungen zu schützen und zu unterstützen. Wir ziehen Täter zur Verantwortung. Wir brauchen klare Regeln für das soziale Miteinander. Und Regeln haben nur dann einen Sinn, wenn sie einerseits für alle gelten und andererseits eine Übertretung zu Konsequenzen führt.


Für eine Kultur des Eingreifens

Jede Form von Mobbing und jede Gewalthandlung verursachen Leiden und schädigen Menschen. Jede Form von Mobbing und jede Gewalthandlung wirken sich auf das Opfer, den Täter, die Zu- und WegschauerInnen und auf das Klassen- und Schulklima aus. Wir brauchen deshalb eine Kultur des Eingreifens und der Verantwortungsübernahme. Wir können an Mobbing und Gewalt nicht nicht beteiligt sein. Wer wegschaut oder weggeht, wer sich Mobbing und Gewalt gegenüber gleichgültig verhält, ermöglicht Gewalt.

 

Weitere Informationen:

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