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Kinder- & Jugendanwaltschaft

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Unabhängige Opferschutzstelle des Landes bei der Kinder- und Jugendanwaltschaft

Kind in Abwehrhaltung (Foto: KiJA OÖ/Nadja Meister)

Bei der Kinder- und Jugendanwaltschaft Oberösterreich (KIJA) ist auch die Opferschutzstelle des Landes angesiedelt, an die sich ehemalige Heim- und Pflegekinder wenden können, die im Zuge ihrer Unterbringung durch die Kinder- und Jugendhilfe (früher: Jugendwohlfahrt) Opfer von physischer, psychischer und/oder sexueller Gewalt geworden sind.

Diese Unabhängige Opferschutzstelle gibt den Betroffenen die Möglichkeit, sich auszusprechen, Beratung und Unterstützung einzuholen sowie (wenn sie nicht in Heimen des Landes untergebracht waren) Informationen über zuständige Stellen bzw. Träger zu erhalten. Dabei wird ihnen Vertraulichkeit zugesichert.

Meldungen, die (ehemalige) Heime des Landes betreffen, werden mit Zustimmung der Betroffenen an die Opferschutzkommision des Landes weitergegeben. Diese Kommission entscheidet, ob im jeweiligen Fall eine finanzielle "Geste des Bedauerns" zuerkannt wird.

Seit 01. Juli 2017 können Personen, die zwischen dem 09. Mai 1945 und dem 31. Dezember 1999 in Kinder- und Jugendheimen des Bundes, der Länder und der Kirchen oder in Pflegefamilien Gewalt oder Missbrauch erlitten haben, eine monatliche Rentenleistung in der Höhe von € 300,00 beziehen.

Die Aufarbeitung von lange zurückliegenden Missbrauchs- und Gewalthandlungen ist neben der Bedeutung für die Opfer auch gesellschaftspolitisch und damit für die heutigen Kinder und Jugendlichen relevant.

 

 

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