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"Fremde werden Freunde" - Siegerprojekte prämiert
16 Projekte in verschiedenster kreativer Ausgestaltung wie Skulpturen, Kollagen, Filme, ... wurden eingereicht. Unter den Aspekten "Bearbeitung des Themas, Idee und Umsetzung sowie altersgerechte Einbindung der SchülerInnen" wurden die Projekte von einer Jury (Dr.in Renate Müller, Integrationsbeauftragte des Landes OÖ, Landesschulinspektor Rudolf Mattle, Mag. Turan Ünal, ein Vertreter eines türkischen Elternvereins, Frau Mag.a Ulrike Franz als Vertreterin der Jugendwohlfahrt sowie zwei Jugendliche, Susanne, 14, und Mohsen, 17) bewertet.

Die Siegerprojekte:
Aus den 16 eingereichten Projekten wurden 3 gleichwertige Siegerprojekte ausgesucht. Die Wahl der Jury fiel heuer auf die 2b der HS 27 in Linz (Biesenfeldschule), die 1a der HS Hartkirchen und die 6s der Allgemeinen Sonderschule 6 in Linz (Schule für Dich und Mich):

Hauptschule 27 in Linz Biesenfeldschule, 2b: "Projekt Migration - Integration"
Nach eingehender Auseinandersetzung mit dem Themenbereich "Migration - Integration" im Deutschunterricht gingen die Schülerinnen und Schüler mit Eifer an die praktische Arbeit. Es entstanden eine Weltkugel ("Gemeinsam tragen wir die Welt"), eine Holzfigur, die den Namen "Mitegro" erhielt - ("wir sind alle aus einem Holz geschnitzt"), ein Buch zum Thema Migration / Integration / Freundschaft, sowie ein Rap-Song. Der Text für den Song wurde von den Schülerinnen und Schüler selbst geschrieben und anschließend professionell aufgenommen. Der  Werdegang des Projektes wurde anhand vieler Bilder und Videos dokumentiert. Da die HS 27 eine Informatikhauptschule mit kaufmännischem und technischem Schwerpunkt ist, wurde im Rahmen des Projektes auch viel am Computer gearbeitet. Für die Auswahl als eines der drei Siegerprojekte war ausschlaggebend, dass sich die 2b besonders umfassend mit dem Thema beschäftigt hat, und mehrere sehr gut ausgearbeitete Exponate eingereicht hat.

 

HS Hartkirchen, 1a: "Wir steh´n auf Vielfalt"
Die Schülerinnen und Schüler der 1a beschäftigten sich mit dem Thema "Migration und Integration" zu Beginn des Projektes durch neugieriges Nachfragen: in der Schule, in den Familien, bei Bekannten, bei Freunden, in ihrem Wohnort, ... Daraus entstand die Idee für eine Plakataktion: Die Schülerinnen und Schüler ersuchten Mitbürger mit Migrationshintergrund, den Text: "Guten Morgen! Wir wünschen Euch einen schönen Tag!" in ihrer jeweiligen Landessprache aufzuschreiben. Daraus wurden viele farbenfrohe Plakate gestaltet und an gut besuchten Plätzen im Ortskern von Hartkirchen aufgestellt. Bei dieser Gelegenheit wurden viele Kontakte geknüpft. Die Schülerinnen und Schüler lernten dabei viele Menschen kennen, und setzten sich mit neuem auseinander. Das Projekt brachte die Erkenntnis: "Wir steh´n auf Vielfalt!" Überdies wurde ein Ausstellungsobjekt und eine umfangreiche Projektdokumentation eingereicht. Für die Jury war insbesondere die Idee interessant, mit dem Projekt aus der Schule hinaus zu gehen und sich in der Öffentlichkeit dem Gespräch mit den Ortsbewohnern zu stellen.

 

ASO 6 Linz Schule für Dich und Mich, 6s: "Die bunten Wege der 6s zu einem verständnisvolleren Miteinander"
Der gemeinsame bunte Weg ist das Ziel: "Eine bunte Klasse, ihre bunten Schülerinnen und Schüler, ihre bunten Eltern und ihre bunten Lehrerinnen und Lehrer bewegen sich aufeinander zu, um ihre Buntheit zu erleben." Die Schülerinnen und Schüler der 6s sind im Durchschnitt 15 Jahre alt. Sie sind unterschiedlich stark geistig und körperlich behindert und stammen bis auf zwei österreichische Schüler aus anderen Ländern. Durch verschiedene Aktivitäten, wie z.B. gemeinsames Malen mit bunten Farben, Besuche bei den Familien der Mitschülerinnen und Mitschüler zuhause, in vielen Gesprächen miteinander und zum Abschluss in einer gemeinsamen Malaktion mit ihren Müttern und einer anschließenden gemeinsamen Jause lernten sie sich in ihrer unterschiedlichen Buntheit kennen und sind Freunde geworden: "Wenn Menschen voneinander mehr wissen, dann können sie besser miteinander leben und sich gegenseitig unterstützen." Dieser integrative Gedanke und insbesondere die Einbeziehung der Familien der Kinder wurde von der Jury hervor gehoben.

 


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