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KiJA-Tätigkeitsbericht 2007/2008/2009 erschienen
Mehrere Fälle von schwerer Vernachlässigung, körperlichen Misshandlungen und sexueller Gewalt haben im Berichtszeitraum Österreich schockiert. Sie verdeutlichten auch die einschneidenden gesellschaftlichen Veränderungen, wonach es vielen Eltern nicht oder nur mit größter Anstrengung gelingt, für eine körperlich und seelisch gesunde Entwicklung ihrer Kinder zu sorgen. Tendenzen wie die zunehmende Instabilität sozialer Beziehungssysteme, prekäre Arbeitsverhältnisse bis hin zur Armutsgefährdung von Familien - treffen besonders Kinder und Jugendliche.
"Handlungsbedarf sehe ich vor allem auch darin, die Bedürfnisse Jugendlicher in den Vordergrund zu rücken. Jugendliche, die mit selbst gefährdendem bis hin zu straffälligem Verhalten unsere Gesellschaft vor den Kopf stoßen, benötigen die kinderrechtlichen Garantien ganz besonders. Allzu schnell wird im Ruf nach kurzfristig gedachten Repressionen das Allheilmittel gesucht. Hier gilt es auf die Ursachen zu schauen - nicht um Einzeltaten zu verharmlosen, sondern um negative Entwicklungen gegenzusteuern", so die oberösterreichische Kinder- und Jugendanwältin Mag. Christine Winkler-Kirchberger.

Rund 38.000 Kinder und Jugendliche hatten direkten Kontakt mit der KiJA - bei Einzelberatungen, bei Workshops oder beim Besuch einer weiteren Veranstaltung. Etwa 7.300 MultiplikatorInnen nahmen an Fortbildungen teil oder ließen sich zur Situation eines Kindes/Jugendlichen beraten. Etwa 6.400 Eltern und familiäre Bezugspersonen hatten vorwiegend im Rahmen der Einzelfallberatung oder bei Elternabenden Kontakt mit der KiJA.

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